FREIWILLIGE FEUERWEHR OSNABRÜCK-SCHINKEL
FREIWILLIGE FEUERWEHR OSNABRÜCK-SCHINKEL

Medien 2018

Hier findet ihr Inhalte zu interessanten Ereignissen des laufenden Feuerwehr-Jahres.

Evakuierungsmaßnahme am 27.05.2018

17.05.2018 | Im Rahmen der gezielten Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg wurden im Stadtteil Schinkel-Ost zwei mögliche Bombenblindgänger gefunden. Wegen der notwendigen Entschärfung sind am Sonntag, 27. Mai, bis 9 Uhr rund 1.300 Gebäude zu räumen. Insgesamt sind von der Maßnahme über 5000 Bürgerinnen und Bürger betroffen.

2018 05 14 evakuierungsbereich am 27 05 2018.
Evakuierungsbereich (schwarz umrandet)

Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger steht ein Evakuierungszentrum in der Anne-Frank-Schule, Schulzentrum Sonnenhügel, Knollstraße 149 zur Verfügung.

Straßensperrungen

Die Straßen im Evakuierungsbereich sind ab 9 Uhr Uhr gesperrt. Der Linienverkehr des Verkehrsbetriebs läuft bis zum Abschluss der Evakuierung weiter. Ein Aussteigen im vorgenannten Bereich ist nicht mehr möglich.

Die den Bereich der Evakuierung begrenzenden Straßen und Flächen bleiben frei zugänglich beziehungsweise befahrbar.

Von der Maßnahme ist auch die A 33 zwischen Bremer Straße und der Abfahrt Lüstringen betroffen.

Krankentransporte und Nachbarschaftshilfe

Für bettlägerige oder kranke Personen bestehen Transportmöglichkeiten, die über die Regionalleitstelle Osnabrück (Tel.: 0541 323 4455) angefordert werden können. Es ist unbedingt anzugeben, ob die Person sitzend oder liegend transportiert werden kann, ob ansteckende bzw. infektiöse Krankheiten oder ggf. sogar eine Transportunfähigkeit bestehen. Notwendige Transporte können ab sofort, müssen jedoch unbedingt vor der Maßnahme angemeldet werden. Je eher die Information erfolgt, desto besser kann für den Transport gesorgt werden.

Die Maßnahme wird mehrere Stunden dauern. Es sollten daher die unbedingt notwendigen Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung) sowie angemessene Kleidung mitgenommen werden.

Die die Stadt Osnabrück bittet darum, ältere und insbesondere auch ausländische Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren. Die Betroffenen sollten sich vor dem Verlassen Ihrer Wohnung vergewissern, dass sie Elektro- und Gasgeräte (Bügeleisen, Herd usw.) ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen haben.

Informationsmöglichkeiten

Die Stadt Osnabrück informiert – auch über Rundfunkdurchsagen – sobald die Maßnahme abgeschlossen ist und die Bewohner in Ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Für Fragen ist am Samstag, den 26. Mai von 8 bis 18 Uhr und Sonntag, den 27. Mai von 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0541 323-4490 geschaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier im Internet und unter http://geo.osnabrueck.de/evakuierung.

Evakuierungsbereich

Die Entschärfung des Blindgängers kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Es wird daher dringend darum gebeten, den Evakuierungsbereich bis 9 Uhr zu verlassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.

Karte zum Herunterladen

Im Einzelnen sind sämtliche nachfolgend genannten Straßen und Häuser zu räumen:

Altehageweg
Am Grewenkamp
Am Roten Berg
Am Zitter
An der Ludwigshalle
Backhausbreite
Belmer Str. 177 - 384
Bergerort
Burbrink
Corthausstr.
Dehlerstr.
Dolfenstr.
Glatzer Str.
Goldkampstr. 19 und 20
Gretescher Weg 1 - 195
Haus Bornheide
Im Fange
Imeyerweg
In der Bornheide
Kahle Breite 23
Kapellenweg 2 und 11
Meinkerstr.
Mönterstr.
Nienort
Nordstr.
Ölweg
Paul-Leo-Str.
Prof.-Brandi-Str.
Prof.-Schirmeyer-Str.
Ruwestr.
Schinkelbergstr. 100 - 106
Schinkeler Esch
Schinkeler Mark
Schmiedeweg
Strothmannsweg 1 - 90,  103 und 115
Tiemannstr.
Vinckestr.
Windthorststr. 24 - 140 gerade und 37 - 131 ungerade
Zum Mühlenbach

Quelle: osnabrueck.de

Zugübung FF Schinkel

07.05.2018 | Am heutigen Dienstabend (02.05.18) der FF Schinkel stand das Thema Zugübung auf dem Programm, beim dem alle Fahrzeuge wie bei einem richtigen Alarm zeitversetzt nacheinander am Einsatzort ankamen. Angenommen wurde der Brand eines Wohn- und Hallenkomplexes mit Übergriff auf den Außenbereich. Zunächst traf unser TLF am Ort des Geschehens ein und der erste PA-Trupp ging über eine tragbare Leiter mit einem C-Rohr in eine brennende Wohnung oberhalb des Hallenkomplexes vor. Zeitgleich öffnete ein weiterer Trupp mit einem Trennschleifer ein Hallentor. Hier stand ein weiterer PA-Trupp mit einem weiteren C-Rohr in Bereitstellung. Auch das Löschgruppenfahrzeug sowie der Mannschaftstransportwagen waren mittlerweile eingetroffen und bekamen den Auftrag ein neben der Halle befindlichen Sperrmüllhaufen abzulöschen und ein Schaumrohr sowie ein Hydroschild auf nebenstehende Container vorzunehmen. Parallel dazu wurde eine ca. 200 Meter lange Wasserversorgung aufgebaut und eine Straßenabsicherung vorgenommen.

Anschließend kam auch noch ein mobiler Wasserwerfer zum Einsatz um ein brennendes Waldstück abzulöschen. Das wir bei solchen Übungen nicht vor reellen Einsätzen verschont werden, bekamen wir während unserer Lagebesprechung nach Übungsende zu spüren als wir Richtung Hasepark gerufen wurden. ( Einsatz Nr.11 )

28.04.2018 | „Es brennt im Kellergeschoss einer großen Werkhalle und es werden noch mehrere Arbeiter vermisst''.

So lautete die Einsatzmeldung für die WF KME und die FF Schinkel bei einer gemeinsamen Übung auf dem Werkgelände der Firma KME Germany GmbH & Co.. Ausgangslage war eine Explosion durch Schweißarbeiten im Kellergeschoss einer Halle in der alte Maschinen abgebaut wurden.    Zudem gab es  mehrere Verletzte und vermissten Personen, sowie einen Brand mit Flammenbildung bis in das Flachdach. Nachdem zuerst die Werkfeuerwehr mit allen verfügbaren Fahrzeugen ausgerückt war und vor Ort einen ersten Löschangriff ins Innere aufgebaut hatte, stieß einige Minuten später die FF Schinkel dazu und unterstützte die Maßnahmen mit 3 Fahrzeugen und ca. 20 Leuten. Vorrangig galt es 4 vermisste Personen im Kellerbereich zu finden und diese schnellstmöglich nach draußen ins Freie zu bringen. Dazu wurden insgesamt von beiden Wehren 6 Atemschutztrupps mit      2 C-Rohren eingesetzt. Außerdem wurde zeitgleich über 2 tragbare Leitern und einem Teleskopmast der WF ein Außenangriff auf das Flachdach gestartet. Um die Wasserversorgung sicherzustellen wurde jeweils zum LF der Werkfeuerwehr und zum TLF Schinkel eine ca. 100 Meter lange B-Leitung aus     2 verschiedenen Richtungen verlegt. Während die ersten beiden vermissten Personen relativ zügig aufgefunden werden konnten, dauerte dieses bei den beiden weiteren eine etwas längere Zeit da sich der Bereich über 200 Quadratmeter erstreckte und zudem Nullsicht durch starke Verrauchung herrschte. Letzten Endes konnten aber auch diese gefunden werden. Das Feuer konnte in der Zwischenzeit ebenfalls im Innen- und Außenangriff abgelöscht werden, so das nur noch Lüftungsmaßnahmen in einem Teilbereich gemacht werden mussten. Kurze Zeit später konnte dann auch das Übungsende ausgerufen werden. Nachdem alles wieder abgebaut worden war, trafen wir uns noch zu einer Nachbetrachtung bei einem kühlen Getränk in der Fahrzeughalle der Werkfeuerwehr KME.

Jahreshauptversammlung 2018 der FF6

08.04.2018 | Auch dieses Jahr lud unser Ortsbrandmeister zur Jahreshauptversammlung.

Er berichtete unter anderem über das Einsatzjahr 2017. Besonders heraus stachen die Einsätze einer geplanten Kampfmittelbeseitigung, zwei Alarmierungen der EAL, zwei TH-Lagen wegen Gasausströhmens (bei einer starben zwei Personen), zwei TH-Lagen TH_Wasser_Eis, 1x TH_Öl_Gewässer, 2x TH_VU_Eingeklemmte_Person, sowie 42 Feuermeldungen (darunter MANV7 und MANV15). Geehrt wurden, Ramon S., Markus B., Jan S., Malte S., Klaus S., Julian W.

Besonders positiv hob Jan S. das Engagement des Festausschusses, der Jugendfeuerwehr, sowie der Brandschutzerziehung hervor.

Die Aussichten für 2018 sehen eine Gewässerschutzfahrt, sowie die Inbetriebnahme eines neuen MZFs vor.

Neue gewählte Gruppenführer sind Fabian O. und Kristina B. Martin S. durfte sich zur Wiederwahl zum Gerätewart und Schriftführer freuen. Sicherheitsbeauftragter bleibt Maik R.

Wir freuen uns auf das bevorstehede Feuerwehrjahr 2018!

(c) Freiwillige Feuerwehr Osnabrück-Schinkel

Mitgliederversammlung 2018

05.04.2018 | Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück-Schinkel konnten zum einen das vergangene Jahr betrachtet werden und zum anderen wichtige Entscheidungen für das laufende Jahr getroffen werden.

Der Vorstand gab zunächst einen Rückblick auf das Jahr 2017 und die geleisteten Förderungen. So konnte die Arbeit der aktiven Abteilung zum Beispiel durch die Anschaffung eines weiteren Rettungsrucksacks und einer Digitalkamera unterstützt werden. Die Jugendfeuerwehr erhielt sowohl die regelmäßigen Gelder zur Durchführung eines Zeltlagers als auch Förderungen zu einzelnen Anlässen, wie Schwimmbadbesuchen oder der Instandhaltung des Unterrichtsraums.

Die Wiederwahl des bisherigen Kassenwartes unterstrich seine bisherige gewissenhafte Arbeit in den vergangenen Jahren. Für diese dankte ihm der Vorsitzende Dirk Denter noch mal ausdrücklich und freute sich auch auf die weitere gute Zusammenarbeit. Zusätzlich wurden die Posten der Schriftwartin und die der Kassenprüfer durch Wahlen neu besetzt.

Zum Anschluss konnten im Plenum der Mitgliederversammlung weitere geplante Förderungen für das Jahr 2018 besprochen werden. So wurde z.B. die Beschaffung von neuen Transportbehältern für die Einsatzstellenverpflegung sowie die Durchführung einer selbst organisierten Ausbildungsveranstaltung für die Mitglieder der Ortsfeuerwehr zum Thema Gewässerschutz beschlossen.

Stadtputztag und Herzdruckmassage

10.03.2018 | Heute stand der Stadtputztag auf der Agenda. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr sammelten wir im Bereich des Feuerwehrhauses, der Tannenburgstraße, Thomasburgstraße, Heiligenweg und der Wissinger Straße Müll aus Gebüschen, von den Fußwegen und vom Bahndamm. Auch dieses Jahr kam dabei wieder allerhand zusammen. Mehrere Müllsäcke, sowie die eine oder andere Koriosität wurde zum Sammelplatz vor dem Feuerwehrhaus gebracht.

Bevor wir jedoch zum abschließenden Beisammensein auf den Marktplatz fahren konnten, ereilte uns jedoch ein tragischer Notfall.

Gerade als wir den letzten Sack in unser MZF verladen hatten, wurde eines unserer Mitglieder zu einem Einsatz als "Mobiler Retter" alarmiert. Im Statdtteil Gretesch lag eine Hilflose Person. Wir übernahmen dort die Herzdruckmassage und beatmeten den Patienten bis nach einigen Minuten der Rettungswagen mit dem Notarzteinsatzfahrzueg eintraf. Leider waren dort alle Bemühungen erfolglos, sodass der Notarzt schließlich nur noch den Tod bestätigen konnte. Wir wünschen den Angehörigen an dieser Stelle viel Kraft!

Nachdem wir den Einsatz abgeschlossen hatten, fuhren wir zum Marktplatz, um bei der alljährlichen Abschlussveranstaltung teilzunehmen.

Maschinistenausbildung am TLF

21.02.2018 |

Am Samstag ( 17.02.18 ) machten wir den ersten von 6 jährlich stattfindenden Samstagssonderdiensten ( SASODI ). Diese dienen dazu Mitgliedern in kleinen Gruppen ausführlich Techniken und Taktiken in Sachen Feuerwehr näher zu bringen. Heute waren wir insgesamt zu sechst und fuhren um 10:00 Uhr erst einmal die alte Limberg Kaserne an, wo wir auf dem Exerzierplatz mit Hilfe von Verkehrsleitkegeln und Schlauchbrücken verschiedene Parcours aufbauten, um diese mit dem Tanklöschfahrzeug zu bewältigen. Hier kam es vor allem auf Geschicklichkeit und nicht auf Geschwindigkeit an. Da man als Maschinist sich natürlich auch mit der Pumpe auskennen muss, war der nächste Punkt das Wendebecken im Hafen wo wir uns ausführlich mit den verschiedenen Funktionen dieser beschäftigten und Wasserzufuhr und Abgabe testeten. Auch etwas später am Tie in Gretesch überprüften wir dann nochmal die Wasserabgabe mit dem Wasserwerfer und einigen Strahlrohren. Auf dem Weg dorthin war nochmal die Geschicklichkeit der Maschinisten gefragt als wir durch eine Wohnsiedlung mit ziemlich zugeparkten Straßen fuhren. Letztlich gab es aber auch hier keine größeren Probleme. Somit ging nach reinigen des Fahrzeugs um ca. 14:00 Uhr unser Dienst zu Ende.

Brandsicherheitswache (BSW) Ossensamstag

20.02.2018 | Auch in diesem Jahr hieß es für die Ortsfeuerwehr Schinkel wieder einmal "Osna-Helau" beim traditionellen Karnevalsumzug am Ossensamstag. Wie schon in den Jahren zuvor wurden wir in einem Teilstück des ca. 3 Kilometer langen Umzuges zur Streckensicherung eingesetzt. Nachdem wir uns um halb Eins mit 11 Leuten im Feuerwehrhaus eingefunden hatten, starteten wir in Richtung Innenstadt um pünktlich um 13 Uhr zur Lagebesprechung am Einsatzleitwagen am Kollegienwall zu sein. Anschließend wurde uns unser Abschnitt zugeteilt. Hier wurden wir, wie auch schon in den Jahren zuvor, auf der Herrenteichstraße zwischen Haarmannsbrunnen und L+T eingesetzt. Auch alle anderen Osnabrücker Ortsfeuerwehren, mehrere THW Ortsverbände und Rettungsdienstorganisationen waren mit im Einsatz. Alle zusammen sorgten dafür das der Karnevalstross mit rund 100 Wagen und Fußgruppen ohne besondere Vorkommnisse zwischen Rosenplatz und Rathaus rollen konnte. Rund 20.000 begeisterte Jecken feierten entlang der Zugstrecke mit und sorgten für einen gelungenen Ossensamstag.

Wir werden "Mobile Retter"

25.01.2018 | Der Dienstabend am 24.01.2018 wurde von einigen Mitgliedern unserer Feuerwehr für eine Qualifikation zum "Mobilen Retter" genutzt.
Das Projekt Mobile Retter basiert auf einem appgestützen Alarmierungsprogramm, dass parallel zu den üblichen Rettungsmitteln wie Rettungswagen und gegebenenfalls Notarzt und Feuerwehr die sogenannten Mobilen Retter alarmiert. Diese haben auf Grund der Radiusfunktion einen erheblich kürzeren Einsatzweg. Passiert also in der unmittelbaren Umgebung des Retters ein Notfall, wird dieser vom Leitstellendisponenten über die App alarmiert und kann sich ebenso mit einer Ausweisfunktion als solcher ausweisen.
Mit einer theoretischen Unterweisung und einer praktischen Prüfung autorisierten wir uns als neue Helfer. Wir frischten auch unsere Kenntnisse in der Erwachsenen-, Kinder- und Säuglingswiederbelebung auf. Wir freuen uns, nun noch effizienter Leben retten zu können.

1400 Weihnachtsbäume eingesammelt

23.01.2018 | Am 13.01.2018 fand der finale Auftakt der alljährlichen Tannenbaum-Sammelaktion statt. Insgesamt wurden in unserem Löschbezirk rund 1400 Bäume eingesammelt. Bei einer Stärkung wurden die beste Beteiligung beim Gutscheinverkauf und das Engagement der Küchenhelferinnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit geehrt. Vielen Dank auch an dieser Stelle für Euren unbezahlbaren Einsatz.

NeuOsnabrücker werden zum Ehrenamt aufgefordert!

11.01.2018 | Die Freiwilligen-Agentur der Stadt bietet unter dem Slogan „Neu-Osnabrücker Willkommen“ seit 2016 eine Vermittlung Geflüchteter in Einrichtungen an, wo sie sich ehrenamtlich engagieren können. Wie wird dieses Angebot bekannter? Diese Frage stellten sich Nathalie Albrecht und Colin Partington. Die beiden 18-Jährigen arbeiten seit Sommer 2017 als Bundesfreiwilligendienstleistende bei der Freiwilligen-Agentur der Stadt Osnabrück. Ende vergangenen Jahres wurden sie zu Filmemachern.

Ziel war es, Geflüchtete mit einem Film anzusprechen, ohne sie zu überfordern. „Uns war schnell klar, dass wir bei unserem Film auf gesprochene Anteile verzichten müssen, weil viele Geflüchtete uns dann nicht verstehen könnten“, sagt Nathalie Albrecht. Stattdessen ließen sie Bilder sprechen. „Uns war wichtig, Geflüchtete zu zeigen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben“, erklärt Colin Partington. „Damit wollen wir vermitteln, wie erfüllend eine solche Beschäftigung sein kann.“ Gleichzeitig hilft die Initiative Neu-Osnabrücker Willkommen den Geflüchteten dabei, die Sprache zu erlernen, Kontakte zu knüpfen und ihre Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen.

Der Film zeigt augenzwinkernd, wie Geflüchtete plötzlich mitgenommen werden und unvermittelt in einer Kita, einem Altenheim, einer Fahrradwerkstatt oder einer Sporthalle landen und dort tatkräftig mit anpacken. Sie spielen mit Kindern und Senioren, reparieren Fahrräder oder trainieren Fußballmannschaften.

Erfahrungen im Drehen und Schneiden von Filmen hatten die jungen Bundesfreiwilligendienstleistenden kaum. „Wir haben uns in der Schule zwar einmal damit beschäftigt, aber nicht so intensiv“, sagt Nathalie Albrecht. Also hieß es: Unterstützung von Fachleuten holen und viel ausprobieren.

Ausrüstung bekamen Albrecht und Partington vom Medienzentrum Osnabrück. Die Experten gaben ihnen Tipps, worauf sie achten müssen, überarbeiteten ihr Konzept mit ihnen und stellten Computer und ein Schneideprogramm zur Verfügung. Zu jedem der Drehorte fuhren die jungen Filmemacher mit einem genauen Plan, wie sie ihre Ideen umsetzen wollten. Seit November erhielten sie dabei Unterstützung von Mohanad Alhajee. Der 21-jährige Syrer begann seinen Bundesfreiwilligendienst bei der Freiwilligen-Agentur im November 2017.

Bei den Dreharbeiten mit den Geflüchteten ging es lustig zu. Kleinere Pannen sorgten für Gelächter, Verständigungsprobleme wurden schnell und unkompliziert gelöst. „Mir hat der Dreh großen Spaß gemacht“, sagt Colin Partington. Seine Kollegin fügt hinzu, dass der Umgang mit den – ebenfalls ehrenamtlichen – Darstellern problemlos war. „Wir hatten zwar hier und da unterschiedliche Vorstellungen von Pünktlichkeit, aber darauf konnten wir uns zügig einstellen.“

Für Ulrich Freisel, Fachdienstleiter Bürgerengagement und Seniorenbüro, ist es wichtig, durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Angebote der Agentur aufmerksam zu machen. Der Film soll dazu beitragen. „Bislang mussten wir die Stellen für die Bundesfreiwilligendienstleistenden noch nie ausschreiben, weil sich das Angebot immer herumgesprochen hat“, so Freisel.

Dasselbe soll der Film nun auch unter den Geflüchteten bewirken. Ayda Alamani ist als Darstellerin in dem Film zu sehen. Zudem arbeitet sie ehrenamtlich in einem Altenheim. Die Stelle hat ihr die Freiwilligen-Agentur vermittelt. „Eine Lehrerin hatte mich auf das Angebot der Freiwilligen-Agentur aufmerksam gemacht“, sagt die 21-jährige Syrerin, die seit zwei Jahren in Deutschland lebt.

Neu-Osnabrücker Willkommen bietet Geflüchteten die Möglichkeit, etwas zurückzugeben. „Geflüchtete werden oft als diejenigen betrachtet, die Unterstützung benötigen“, sagt Raphael Dombrowski, verantwortlicher Mitarbeiter der Freiwilligen-Agentur. „Neu-Osnabrücker Willkommen gibt ihnen die Chance, selbst derjenige zu sein, der andere unterstützt.“

„Insgesamt konnten wir für die Initiative rund 20 Partner gewinnen, bei denen Geflüchtete sich einbringen können“, so Dombrowski. 60 Vermittlungs-Gespräche mit Geflüchteten haben bislang stattgefunden, 18 Geflüchtete wurden fest in Einrichtungen vermittelt. „Die Dunkelziffer dürfte aber höher liegen“, sagt Dombrowski.

Zu sehen war der knapp zweiminütige Film bereits am 10. Dezember, dem Tag des Ehrenamts, im Cinema Arthouse.

Quelle: osnabrueck.de

#seikeingaffer

05.01.2018 | Seit einigen Tagen geht ein Video der Feuerwehr Osnabrück viral.

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